Angekommen

Am Gestade meiner Sehnsucht bin ich endlich angekommen,
hat mich Ruhe, hat mich Schönheit wieder an ihr Herz genommen,
und des Alltags Nebel sinken auf den Grund der Seele nieder,
Freude formt auf meinen Lippen nun die Worte neuer Lieder.

Hier ist alles, was ich brauche: Stille, die den Leib erquicket,
die mit neuer Kraft erfüllet in das Tagewerk mich schicket,
Suche, die der Seelen Schründen stets erneuert, nie verbirgt,
die mich keine Ruh' läßt finden, wie die Trägheit sie bewirkt.

Ich begrüß' dich, schmerzlich Sehnen, sei willkommen, bleib mir treu,
denn ich fühl' in deinen Tränen jede Hoffnung werden neu.
Ja, in dir nur streb' ich wirklich zu dem großen Ziele hin,
und in dir nur spür ich wieder, dass ich so lebendig bin!