Kleinode

Zu früher Stund' im Morgengraun
der Schattenriss der Bäume,
fern hinter Schleiern kann ich schaun
des Ufers blasse Säume.
Ein jedes Licht wie Edelstein
so hell und freundlich funkelt
bis es vom ersten Sonnenschein
gar plötzlich wird verdunkelt.

Und durch des Himmels Decke bricht
des bunten Bogens Fülle
dass er am Ende durch sein Licht
den wahren Schatz enthülle.
Und wirklich küsst er lieblich hier
der Bäume feuchte Rinde,
so ist der Schatz ganz nah bei mir
und will, dass ich ihn finde.

Ja, ohne Suchen fand ich ihn,
den Reichtum deiner Güte,
und hoffe, dass auch fürderhin
er treibe reiche Blüte.
Ein Kleinod' ist mir jede Stund'
weil' ich in deiner Nähe,
zum Jubeln hätt' ich allen Grund,
wenn ich dich öfter sähe!