Glut


Von glühenden, roten Bergen kommst du,
Geliebter, bringst gestohlene Zeit,
im Haar den Geruch von Salbei
und wildem Thymian, auf den Lippen
Geschmack nach harzigem Wein, der Blick
deiner schwarzen Augen setzt meine Haare,
die Haut mir in Flammen, doch salzig
schmeckt uns die Lust, und die Leiber
weinen der Asche des Morgens entgegen.
Wie Leichentuch breitet sich Laken
auf deinen schmalen Gliedern
und bitter füllt meinen Mund das Wissen.
dass wir nicht bleiben, wünsche mir,
mich zu verzehren und fort zu wehen im Wind.